Geschichte der Glühbirne: Von Edison bis LED

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Elektrischer Strom – etwas, das jeder einzelne von uns tagtäglich benutzt, ohne den man sich den heutigen Alltag absolut nicht vorstellen kann und den wir alle als selbstverständlich sehen. Meistens merkt man, dass der Elektrizität für uns beinahe unentbehrlich geworden ist, erst, wenn keine vorhanden ist.

Aber lasst uns doch mal in der Geschichte zu der guten alten Glühbirne zurückreisen und schauen „Wer hat’s erfunden“!

Foto: Rohan Makhecha

War Edison der Erfinder?

Die Glühbirne wurde, entgegen der weitverbreiteten Meinung, nicht wirklich von Thomas Alva Edison im Jahr 1879 erfunden. Obwohl dieser die Glühbirne für die breite Masse auf den Markt gebracht hat, war er weder der erste, noch der einzige Wissenschaftler, der versucht hat, die Glühbirne zu erfinden. Einige Historiker sprechen sogar von über 20 Erfindern, die schon vor Edison die Lampe mit glühenden Faden erfunden haben sollen. Edison wird trotzdem oft als Erfinder der Glühbirne bezeichnet, weil alle anderen Glühbirnen seinem Modell einfach nicht Stand halten konnten. Er hat sich das Ziel gesetzt, die charakteristischen Eigenschaften der anderen, bereits erfundenen Glühlampen, zu untersuchen und dann hat er die Mitarbeiter seiner Firma „Edison Illuminating Company“ damit beauftragt, eine Glühbirne herzustellen, die über eine noch bessere Lebensdauer verfügt. Der erste erfolgreiche Versuch gelang Edison am 22. Oktober 1879, als die Lampe für die Dauer von 13,5 Stunden ununterbrochen leuchtete. Bei weiteren Versuchen hielt sie sogar 40 Stunden.

Edisons Glühlampen waren zwar schwierig herzustellen, sie vereinfachten und verbilligten jedoch im Wesentlichen den Einsatz von Leuchtmitteln in elektrischen Netzen. Insbesondere konnte Edison mit seinen hochohmigen Lampen auch das Problem der Teilbarkeit des Lichts lösen, denn alle bis zu diesem Zeitpunkt hergestellten Glühbirnen erforderten für wenige zusätzliche Lampen jeweils eine eigene Stromquelle. Edisons Konstruktion war auch die erste Glühlampe, die in einer größeren Stückzahl produziert wurde.

Von Wolfram bis Energiesparlampe

1904 wurde des Material, aus dem der Glühfaden bis dahin hergestellt wurde, mit dem Metall Wolfram ausgetauscht. Trotzdem war die Glühbirne nicht gerade sparsam: über 90 % der Energie wurde in Wärme und nicht in Licht umgewandelt. Man brauchte eine bessere Lösung.

Erst im Jahr 1926 erfand der Berliner Edmund Germer die sogenannte „Neonröhre“. Diese entstand aus einem Glaskolben, der von innen mit einer phosphorhaltigen Verbindung beschichtet wurde, die das UV-Licht aus dem Gas absorbiert und es dann hell Weiß wieder abstrahlt. 1983 kam die Neonleuchte anfangs als Beleuchtung in Fabriken und Militäranlagen in den USA. Später wurde sie auf der ganzen Welt eingesetzt.

Drei Jahre später, dann der Durchbruch. Dem Ingenieur von „General Electric“, Edward Hammer, kam die Idee, eine Neonröhre so zu verkleinern, dass sie in einen großen Glaskolben mit Schraubgewinde passte. Und somit war die „Energiesparlampe“ geboren. Diese brennt 10.000 Stunden und gibt viermal so viel Licht ab, wie die herkömmliche Glühbirne.

Leuchtdiode und seine Vorteile

Jedoch hörte die Menschheit nicht mit der Verbesserung der Glühbirne auf. 1962 erfand Nick Holonyak die „Leuchtdiode“, kurz: LED. Hierfür wurden speziell angefertigte direkte Halbleiter wie z.B. Gallium unter Strom gesetzt und siehe da – sie leuchteten auch und verbrauchten ein Bruchteil an Strom, im Vergleich zu den bis dahin erfundenen Lampen. Daraufhin tüftelten andere Forscher bis in die späten 1990er an LEDs als Leuchtmittel. Und zwar mit Erfolg – die LED konnte schließlich auch weißes Licht abgeben und war somit für den Gebrauch in jedem Privathaushalt geeignet.

Die LED Lampe, die energieeffizient, umweltfreundlich und zudem auch noch über eine lange Lebensdauer verfügt, ist heutzutage aus keinem Haushalt mehr wegzudenken.

Author: Neda Cholakova

Unsere Blog-Autorin Neda Cholakova entdeckte Ihre Inspiration für das Schreiben während sie in Leipzig Jura studierte. Sie begann über verschiedene Themen zu schreiben und deutsche Texte zu übersetzen. Sie schreibt für den Blog von OptonicaLED und hat sehr viel Spaß daran interessante Sachen über LED Beleuchtung zu erfahren und diese für Euch Leser in spannende Texte zu packen.